In genau einer Woche ist es soweit.
Mein erstes eigenes Event steht an.
Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich gerade nicht so genau, was überwiegt: die Vorfreude, die Aufregung oder die Tatsache, dass ich gedanklich inzwischen wahrscheinlich schon hundert Mal alle Abläufe durchgespielt habe.
Denn obwohl ich bereits viele Jahre in der Gastronomie arbeite, Veranstaltungen begleitet, Menüs gekocht und unter Zeitdruck funktioniert habe, fühlt sich dieses Event anders an.
Dieses Mal trage ich die Verantwortung nicht nur als Köchin.
Dieses Mal ist es mein eigenes Event.
Zwischen Vorfreude und Respekt
Wenn mich jemand fragt, ob ich nervös bin, lautet die ehrliche Antwort: Ja.
Nicht, weil ich nicht kochen kann.
Nicht, weil ich Angst vor der Arbeit habe.
Sondern weil mir wichtig ist, dass alles stimmt.
Dass sich die Gäste wohlfühlen.
Dass die Atmosphäre passt.
Dass die Gerichte genau das vermitteln, was ich mir dabei gedacht habe.
Und vielleicht auch, weil man bei den eigenen Projekten immer noch ein bisschen kritischer mit sich selbst ist als bei allem anderen.
Im Kopf läuft das Event schon seit Wochen
Ich glaube, jeder Mensch, der schon einmal ein eigenes Projekt umgesetzt hat, kennt dieses Gefühl.
Man geht einkaufen und denkt an das Timing.
Man liegt abends im Bett und überlegt, ob wirklich alles bestellt wurde.
Man fährt Auto und plötzlich fällt einem noch eine Kleinigkeit ein, die man unbedingt aufschreiben muss.
Die eigentliche Veranstaltung dauert nur ein paar Stunden.
Aber die Gedanken darum begleiten einen deutlich länger.
Und ehrlich gesagt gehört genau das wahrscheinlich dazu.
Perfektion ist nicht das Ziel
In den letzten Jahren habe ich eines gelernt:
Perfekt wird es nie.
Es gibt immer noch eine Idee.
Noch eine Kleinigkeit.
Noch etwas, das man verändern oder verbessern könnte.
Aber irgendwann kommt der Moment, an dem man loslassen muss.
Und darauf vertrauen darf, dass die eigene Erfahrung, das eigene Wissen und die eigene Leidenschaft ausreichen.
Das fällt mir manchmal leichter und manchmal schwerer.
Aber ich arbeite daran.
Warum ich mich trotzdem freue
Bei aller Aufregung gibt es vor allem ein Gefühl, das gerade immer größer wird:
Vorfreude.
Vorfreude darauf, Menschen zusammenzubringen.
Vorfreude darauf, meine Ideen auf den Teller zu bringen.
Vorfreude darauf, Gastgeberin zu sein und genau das zu tun, was ich an meinem Beruf so liebe.
Denn am Ende geht es nicht nur um ein Menü.
Es geht um Begegnungen.
Um Genuss.
Um Erinnerungen.
Und darum, einen besonderen Moment zu schaffen.
In einer Woche weiß ich mehr
Vielleicht läuft alles genau so, wie ich es mir vorstelle.
Vielleicht passieren Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Wahrscheinlich sogar.
Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum ich diesen Beruf so liebe.
Weil man nie aufhört zu lernen.
Und weil jeder neue Schritt, so aufregend er auch sein mag, am Ende genau das ist:
Ein neuer Schritt.
Und jetzt entschuldigt mich bitte.
Ich glaube, ich muss meine To-do-Liste noch ein weiteres Mal überprüfen.


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