Mein Weg in die Selbstständigkeit

“ I have a dream!“ – Martin Luther King

Man darf träumen

Während meiner Ausbildung und in den Jahren danach habe ich mir immer vorgestellt, wie es wohl wäre, ein eigenes Restaurant zu führen.

Einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, gutes Essen genießen und sich wohlfühlen.

Einen Ort, an dem ich meine eigene Handschrift auf den Teller bringen kann.

Einen Ort, an dem ich mein eigener Chef bin.

Nicht alle Träume werden wahr

Je länger ich in der Gastronomie-Branche gearbeitet habe, desto mehr wurde mir bewusst, was der Traum eines eigenen Restaurants tatsächlich bedeuten würde.

Die Gastronomie hat sich verändert.

Spätestens seit der Corona-Krise stehen viele Betriebe vor enormen Herausforderungen.

Fachkräftemangel, steigende Kosten und hohe Belastung für Betreiber gehören mittlerweile zum Alltag.

Wenn Träume sich ändern

Für mich war immer klar, dass ich auf jeden Fall selbstständig sein möchte; in welcher Form war jedoch lange offen.

Ich habe mir sehr oft überlegt, wie ich mir meine persönliche Zukunft vorstelle.

Mit der Zeit wurde mir klar: Neben dem Beruf gibt es auch ein Leben außerhalb der Küche. Was früher unwichtig war, wurde auf einmal wichtig.

Familienplanung, Zeit für die Liebsten und Freizeit, wurden auf einmal zu relevanten Themen.

Also habe ich mit der Zeit angefangen umzudenken.

Nicht weg von meinem Traum, des eigenen Restaurants, sondern hin zu einer anderen Form davon.

Bevor ich diesen Schritt jedoch gehen konnte, habe ich jahrelang versucht, mich nebenberuflich bestmöglich auf die Selbstständigkeit vorzubereiten.

Der Weg vor der Selbstständigkeit

Nach meiner Ausbildung zur Köchin folgten weitere Stationen, neue Herausforderungen und zahlreiche Weiterbildungen. 

Vom Arbeiten in der Sternegastronomie bis hin zur Weiterbildung als Fachwirtin im Gastgewerbe und Küchenmeisterin war jede Erfahrung ein weiterer Baustein auf meinem Weg. 

Mir war wichtig, nicht nur kochen zu können, sondern die Branche in ihrer ganzen Vielfalt zu verstehen. 

Endlich selbstständig – wenn auch erstmal nur nebenher

Die Selbstständigkeit hat heute für mich eine andere Bedeutung: 

Kraft und Mühe, die ich in die Arbeit stecke, sollen mir, meinen Gästen und dem Betrieb zugutekommen.

Ich versuche meine Leidenschaft auf möglichst vielen verschiedenen Ebenen auszuüben, um meiner Kreativität, meinem Wissen und meiner Leidenschaft freien Lauf zu lassen.

In meinen Kochkursen kann ich Wissen weitergeben und Menschen zeigen, wie viel Freude gutes Essen machen kann. 

Mit meinem Catering begleite ich besondere Anlässe und Veranstaltungen. 

Als Privatköchin darf ich kulinarische Erlebnisse schaffen, die persönlicher kaum sein könnten.

War mein Weg richtig?

 Manchmal frage ich mich, ob ich irgendwo falsch abgebogen bin, mir Chancen verspielt habe oder meinen Traum vom eigenen Restaurant aufgegeben habe.

Die Antwort lautet wohl: Nein! – Ich habe meinen Traum lediglich neu definiert.

Denn am Ende ging es mir nie nur um ein Restaurant.

Es ging mir immer darum, Menschen mit gutem Essen glücklich zu machen, kreativ zu arbeiten und meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Genau das darf ich heute tun.

Ob sich dieser Weg rückblickend richtig anfühlt, werde ich herausfinden.

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