Warum ich Köchin geworden bin!

„Warum bist du eigentlich Köchin geworden?“ oder soll ich besser fragen „Warum bist du nur Köchin geworden?“

Die kurze und einfache Antwort wäre wohl: aus Leidenschaft.

In gewissermaßen stimmt das auch, aber die Wahrheit geht ein bisschen tiefer.

Der Anfang – mehr Gefühl als Plan

Im Gegensatz zu manch anderen wusste ich nicht schon als Kind, dass ich unbedingt Köchin werden will.

Fasziniert hat mich viele Jahre lang die Medizin. Dementsprechend ausgelegt war auch die schulische Bildung.

Verschiedene Praktika öffneten mir aber die Augen, und so hängte ich den Traum vom Medizinstudium an den Nagel.

Wenn nicht das Medizinstudium – was wird es dann?

Mit dieser Frage stand ich damals definitiv nicht allein da.

Was ich in der Freizeit schon immer geliebt habe, war das Kochen und Backen.

Stundenlang haben wir zum Teil als Familie in der Küche gestanden und gemeinsam gekocht, gebacken und anschließend gemeinsam gegessen.

Ich habe es geliebt; diese gemeinsamen Minuten und Stunden waren so viel wert.

Essen war und ist für mich immer mehr als nur satt werden.

Es ist dieser eine Moment, wenn alle am Tisch zusammenkommen.

Wenn man gemeinsam genießt, den Tag Revue passieren lässt und eine angenehme und gemütliche Atmosphäre entsteht.

Ich habe mich gefragt, warum ich nicht einfach das mache, was mir am meisten Spaß macht?

Den finalen Anstoß, mich für eine Ausbildung zur Köchin zu bewerben, hat mir dann mein Papa gegeben. „Einfach mal versuchen und schauen ob es passt – verlieren kannst du nichts.“

So fand ich mich am 01.09.2017 in der Sterneküche des Schlosshotel Monrepos wieder, um meine dreijährige Ausbildung zu Köchin anzutreten.

Mein Anspruch damals: So gut wie möglich zu werden.

Darüber, was es heißt in der Gastronomie zu arbeiten, war ich mir damals wohl nicht ganz im Klaren.

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