„Regionalität – mehr als nur eine Modeerscheinung“

„Gute Küche beginnt für mich nicht erst am Herd – sondern dort, wo Lebensmittel entstehen.“

Regionalität ist eines dieser Wörter, die man inzwischen überall liest – auf Speisekarten, Verpackungen und in Werbeanzeigen.

Fast wie ein Trend, mit dem häufig geworben wird.

Für mich bedeutet Regionalität etwas anderes

Regionalität ist kein Markenbegriff und keine Modeerscheinung.

Regionalität ist das Ergebnis dessen, was ich im Laufe meiner Ausbildung, meiner Arbeit in verschiedenen Restaurants und meiner Erfahrung als selbstständige Köchin gelernt habe.

Zu Beginn meiner Ausbildung, lag mein Fokus primär auf dem Handwerk selbst.

Es ging darum, Techniken zu erlernen, Abläufe zu verstehen und die Grundlagen einer guten Küche zu beherrschen.

Regionalität und Saisonalität haben zu diesem Zeitpunkt keinerlei Rolle gespielt.

Das Interesse an den Produkten selbst wuchs

Woher kommen die Zutaten, die wir verarbeiten?

Wie werden sie erzeugt?

Wer steckt eigentlich dahinter?

Die Bedeutung von Regionalität

Regionalität bedeutet nicht automatisch perfekt; vielmehr geht es darum Produkte zu nutzen, die in absolut bester Qualität zu diesem Zeitpunkt erhältlich sind, um einen perfekten Teller zu kreieren.

Ob die Karotte jetzt gerade oder krumm ist, spielt dabei keine Rolle.

Regionale Produkte schmecken anders, haben eine andere Qualität als importierte Ware und erinnern uns daran, dass nicht alles jederzeit verfügbar sein muss.

Gerade das macht es so spannend und zwingt uns in gewissermaßen dazu, Produkte nur dann zu nutzen, wenn sie regional in bester Qualität erhältlich sind.

Vielleicht liegt genau darin ein Teil ihres Wertes.

In einer Zeit, in der wir nahezu alles zu jeder Jahreszeit kaufen können, geht das Bewusstsein für Saisonalität oft verloren. 

Dabei hat jede Jahreszeit ihre eigenen Besonderheiten. Spargel im Frühjahr, Beeren im Sommer, Kürbis im Herbst oder Kohlgemüse im Winter – gerade diese Abwechslung macht gutes Essen für mich spannend.

Regionailtät in der Küche

Eine gute Küche beginnt oft lange bevor ein Koch oder eine Köchin überhaupt den Herd einschaltet.

Mit regionalen Lebensmitteln zu arbeiten, bedeutet für mich, die Arbeit der Produzenten zu sehen und wertzuschätzen.

Wann immer es sinnvoll und möglich ist, versuche ich auf regionale und saisonale Produkte zurückzugreifen – auf einige Produkte wie z.B. Pfeffer oder Olivenöl kann und will ich jedoch nicht verzichten; auch wenn sie nicht regional sind.

In meinen Kochkursen, beim Catering und als Privatköchin spielt der Gedanke von „Saisonalität“ und „Regionalität“ eine entscheidende Rolle.

Dieser Grundgedanke prägt meinen Kochstil.

Entwicklung hin zur Regionalität

Viele Menschen möchten heute wieder bewusster genießen und wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen – eine Entwicklung, die man auf jeden Fall unterstützen sollte.

Regionalität bedeutet für mich nicht Verzicht.

Sie bedeutet Verbundenheit. – Mit den Produkten, den Menschen dahinter und der Region, in der wir leben.

Vielleicht schmeckt man das am Ende auch.

Meine Devise: Regionalität ist richtig und wichtig – aber nur so lange, wie dass das Endergebnis nicht darunter leidet.

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